Eben noch Arzt und plötzlich Projektmanager…

Die Zertifizierung im Krankenhaus steht an. Wer kann das denn machen? Wer kann denn die Projektleitung innerhalb der Abteilung übernehmen?

Kennen Sie diese Situation? Egal ob Darmkrebszentrum, OnkoCert oder Traumazentrum: eben waren Sie noch Arzt, und plötzlich erkennt jemand Ihre Managerqualitäten und bestimmt Sie zum Projektleiter.

  • Und nun? Statt morgens im OP zu stehen, sitzen Sie nun vor Papier, sollen Projektpläne erstellen, Reviews schreiben, ToDo-Listen verwalten, Gantt-Diagramme entwerfen und regelmäßig über den Projektverlauf berichten. (Btw: wenn es gut läuft. Wenn es schlecht läuft, stehen Sie morgens im OP und sitzen ABENDS vor Papier…)
  • Wie „macht“ man so ein Projekt?
  • Wie definiert man Ziele, Meilensteine?
  • Wie organisiert man sich selbst?
  • Wie setzt man ein Projektcontrolling auf ohne ein Kontrolleur zu sein?
  • Wie reviewt man richtig ohne zu bevormunden?
  • Was macht man, wenn SOLL und IST-Situation abweichen?
  • Welche Konsequenzen drohen bei Nichterfüllung?

Eine Projektleitung ist eine handfeste Managementaufgabe, und je besser das Projekt gemanagt wird, um so besser die Akzeptanz der Kollegen, Mitarbeiter, Führungskräfte. Häufig fällt es schwer, einzugestehen, dass man eigentlich gar keine Projektleitung sein möchte. Dafür hat man schließlich nicht Medizin studiert, um dann eine Zertifizierung zum Ziel zu führen.

Dennoch sind Sie mit Ihrem Wissen um die Abläufe, Ihrem fachlichen Wissen und Ihrer Ausbildung prädestiniert dazu, solch ein Projekt zu leiten.

Deshalb: wagen Sie es, denn managen kann man lernen, Skills kann man aufbauen, ein paar Empfehlungen von erfahrenen Projektleitern helfen oft Wunder (Delegieren, Schutz vor Überforderung, Umgang mit Angst, Konzentrieren, mit Widerstand umgehen, Kommunikation, Planung, Controlling..).

Ich denke, Sie müssen das Rad nicht neu erfinden, fragen Sie einfach bei uns nach, bevor Sie verzweifeln!

Krankenhausärzte bald arbeitslos?

Statistisch betreut 1 Arzt genau 3 Betten. Diese Quote errechnet sich unabhängig der Krankenhausgröße. Bei einer durchschnittlichen Bettenauslastung von 75% kümmert sich ein Arzt somit sogar nur noch um 2,2 belegte Betten.
Rein mathematisch ist somit das Problem in deutschen Krankenhäusern gelöst.

Wenn wir also die Statistik grob genug fassen, das deutsche Arbeitszeitrecht aussser Acht lassen, Krankheits- und Urlaubsausfälle negieren und den Bedarf nach Schlaf für Ärzte gegen NULL gehen lassen, dann ja dann geht unser Modell wunderbar auf.
Passen wir die Parameter jedoch an, finden wir uns in der harrschen Realität des Ärztemangels wider. Man kann eben doch nicht ungestraft zwei statistische Werte dividieren!

Quelle: www.gbe-bund.de