Krankenhausinformationssystem: erfolgreich nutzen

Ein Krankenhausinformationssystem (KIS) lebt aus meiner Sicht ausschließlich von den Kenntnissen seiner Anwender.
Um so erstaulicher finde ich es, dass nur in wenigen Häusern regelmäßige Schulungen angeboten werden.
Oder es gar monatliche Pflichtveranstaltungen für alle neueingestellten Mitarbeiter gibt.
Das Kapital des KIS liegt in den Händen der Anwender. Denn diese kontrollieren die Qualität und Vollständigkeit der erfaßten Daten.
Veraltetes Wissen führt nicht nur zu Fehleingaben, sondern auch zu Demotivation, weil immer noch komplizierte alte, längst verbesserte Wege zur Datenerfassung genutzt werden.
In den Schulungen erleben wir immer wieder AHA-Effekte, weil durch häufig kleine Veränderungen tägliche Eingaben plötzlich viel schneller erfassbar sind.
Nutzen Sie das Kapital, dass VOR den Computern sitzt und optimieren Sie die Datenerfassung durch regelmäige Schulungen. Die Motivation Ihrer Mitarbeiter wird deutlich steigen und das Verständnis, warum soviele Daten erfaßt wreden müssen ebenfalls.

Medizintechnik und EDV-Abteilung: Verschmelzung setzt Potential frei

Verstärkt geraten die IT-Abteilungen in den Krankenhäusern unter Druck.
Denn mit der rasanten Ausbreitung des Krankenhausinformationssystems im gesamten Krankenhaus nehmen die Abhängigkeiten der Behandlungsprozesse vom KIS stark zu. Ein Ausfall der Systeme bedeutet dann häufig ein Stopp von Untersuchungen und Dokumentation.
Also wird der Ruf nach einer 24-Stunden-Rufbereitschaft laut.
Aus meiner Sicht ist der Anspruch der Anwender durchaus nachvollziehbar. Ein EDV-Ausfall ohne rasche Raktionszeiten der zuständigen Abteilung ist in heutiger Zeit ungewöhnlich.
Doch wie kann die EDV-Abteilung in ihrer meist sowieso schon knappen Besetzung diese zusätzlichen Zeiten leisten?

In der technischen Abteilung des Krankenhauses hingegen ist die Rufbereitschaft schon immer geübte Praxis. In der Medizintechnikin vielen Häusern auch.

Und da frage ich mich:

Worin besteht eigentlich heute noch der Unterschied zwischen der Medizintechnik und der EDV-Abteilung?
Arbeitet nicht jedes medizinische Großgerät mittlerweile mit PC und Software und ist ans Netz und an das Krankenhausinformationssystem angebunden?

Machte es nicht Sinn, die Medizintechnik mit der EDV zu einer IT-Abteilung zu verschmelzen und die Mitarbeitertalente gemeinsamzu nutzen?
Und damit gleichzeitig das Potential für Rufbereitschaften zu schaffen?

Wäre das nicht die einfache Lösung vieler Probleme ?

Mehr Mitarbeiter statt weniger

Eine gemeinnützige Werkstatt sucht ein Warenwirtschaftssystem.
Im Auswahlverfahren scheiden fast alle Anbieter aus, weil sie mit ihrer Software und den impliziten Prozessen nur ein einziges Ziel verfolgen: Prozesse automatisieren, Mitarbeiter reduzieren. Und zwar drastisch.
Meine Anfrage: „Nein, ich möchte keine Mitarbeiter abbauen, ich suche eine Software, die es möglich macht, noch mehr Mitarbeiter einzustellen!“
erzeugte überall die gleiche Reaktion:
STILLE, manchmal Fassungslosigkeit.
Es gab nur drei Anbieter, die umdenken konnten und sich in die Lage einer gemeinnützigen Einrichtung hineinversetzen wollten, die anderen Anforderungen als der blanken Gewinnmaximierung folgt.

Mich erstaunt nicht die Fassungslosigkeit der Vertriebsleute, denn die Frage nach einem MEHR an Mitarbeitern ist in der heutigen Zeit vielleicht wirklich außergewöhnlich.
Mich erstaunt vielmehr die Starrheit der Angebote, die sich nicht in die Andersartigkeit der Leistungsanforderungen einpassen konnten.

Aber genau diese Andersartigkeit gemeinnütziger Einrichtungen macht unsere Beratung so spannend und läßt sie nie langweilig werden 🙂

Kostendruck in Krankenhäusern: Mehr als einlagig geht nicht

So die Aussage eines Krankenhausgeschäftsführers auf meine Frage nach seinem Kostendruck. „Mehr als einlagig geht nicht!“, damit war sehr prägnant die angespannte Lage in den deutschen Krankenhäusern beschrieben. Wenn schon am Toilettenpapier gespart wird, dann scheint doch alles andere ausgereizt zu sein, oder?

Doch gerade unter solchem Kostendruck empfehle ich, den Spieß umzudrehen und statt einer Kostenminimierung lieber die Erlösmaximierung anzustreben.
Abrechnen was das Zeug hält, jede Leistung dank der überall verfügbaren KIS-Unterstützung erfassen, den ambulanten Patientenstrom lückenlos abbilden, damit keine einzige abrechenbare Leistung entwischen kann.

Erst wenn die Erlössituation entspannt ist, können aus meiner Sicht die Kosten optimiert werden. Denn erst dann ist der ausreizbare finanzielle Spielraum vollständig ersichtlich.

Virtuelles Krankenhaus: ein PlanSpiel

HELIOS macht es möglich:
die Online Simulation eines Krankenhausbetriebes.
Hier können Sie testen, ob Sie zum Geschäftsführer, zum Personalleiter oder als Krankenhausarchitekt geeignet sind.
Entscheiden Sie, wie Ihr Krankenhaus aufgebaut und ausgestattet ist! Stellen Sie Personal mit geeigneten Qualifikationen ein und entwickeln Sie Ihre Mitarbeiter! Finden Sie durch die Kommentare der Mitarbeiter heraus, ob Sie Ihren Job richtig machen!
Bewerten Sie Ihre Situation! Wie hoch ist die Sterblichkeit? Stimmen Ihre Einnahmen im Verhältnis zu den kosten? Welches sind die großen Kostenblöcke? Beobachten Sie das Spielfeld! Wie ist der hygienische Zustand? Haben Sie genügend Betten?

Zum Mitmachen meldet man sich einfach an und muss dann mit den anderen Spielern gemeinsam die Krankenhausanforderungen meistern.

Die Idee des Spiel klingt bestechend, leider ist es mir trotz Anmeldung nicht gelungen, mein Krankenhaus zu gestalten.

Krankenhausberatung zwischen Ethik und Betriebswirtschaft

Unsere Unternehmensberatung für Krankenhäuser, Klinikverbünde und Hospitalvereinigungen vereint ethische und betriebswirtschaftliche Anforderungen und lebt tagtäglich im Spannungsfeld der ökonomischen Nachhaltigkeit.
Unsere Erfahrung bieten wir Ihnen als Interimsgeschäftsführer an und begleiten Sie strategisch und operativ zu wertehaltigen positiven Ergebnissen. Wir retten Ihr Unternehmen und führen Sie zurück in eine ethisch stabile Ertragslage.

Der Kreis schließt sich: unsere Erfahrungen aus Unternehmensberatung und Interims-Geschäftsführung im Krankenhaus fließen nun in der Akademie Strategie Zukunft – für Führungskräfte und Gremien zusammen. Managementkurse für medizinische Berufe bieten wir Ihnen mit unserem neuen Akademie-Onlinekonzept und begleiten Sie und Ihre Mitarbeiter strategisch auf dem Weg in die Zukunft!