Berliner Krankenhäuser im Test

Die Techniker Krankenkasse hat wieder einmal ihre Patienten befragt, die min. 3 Tage in einem der 41 Berliner Krankenhäuser verbracht haben.
Die Ergebnisse des Krankenhaustests in Berlin liegen nun vor.

Am besten bewertet wurde die Havelklinik, dicht gefolgt von der DRK Kliniken Dahlem GmbH und der MIC-Klinik für Minimal-invasive Chirurgie.

Auch die konfessionellen Krankenhäuser schnitten gut ab.

Die allgemeine Zufriedenheit der Patienten liegt um die 80%: das ist doch eine gut Quote, auf die man Stolz sein kann!

Wann muss der Entlassbrief beim Hausarzt sein?

Seit Jahren sind mir die Abläufe der Arztbriefschreibung ein Dorn im Auge und ich untersuche ihre Effektivität.
Möchten auch Sie Ihre Abläufe in der Arztbriefschreibung optimieren und mit schnellen Entlassbriefen um die Gunst Ihrer Einweiser werben?

Dann folgen Sie meinem Beispiel “Entlassbrief”:
Dabei rolle ich die Abläufe von hinten auf, denn wichtig ist einzig und allein, wann der Empfänger eines Entlassbriefes den Brief in den Händen halten muss, um noch einen Nutzen daraus zu ziehen?

Die Antwort ergibt sich von selbst: der Hausarzt benötigt den Entlassbrief am Tag, an dem der Patient zum ersten Mal nach der Entlassung bei ihm vorspricht.
Das ist meistens ein bis zwei Tage nach der Entlassung, da der Patient Medikamente, eine Physiotherapie oder sonstige Hilfsmittel benötigt.

Ein Entlassbrief, der, wie in vielen Krankenhäusern üblich, erst vier bis sechs Wochen NACH der Entlassung beim Hausarzt eintrifft, ist wertlos, bindet unnötig Personalressourcen und dient nur noch der forensischen Absicherung.

Nein, der Entlassbrief muss am Entlasstag +1 an den Hausarzt verschickt werden, ansonsten wird er überflüssig.

Viele Krankenhäuser gehen dazu über, dem Patienten einen vorläufigen Entlassbrief direkt bei der Entlassung mitzugeben, ein endgültiger Entlassbrief folgt dann 4 Wochen später. Auch hier frage ich mich, wozu der endgültige Entlassbrief überhaupt noch geschrieben wird, denn lesen tut ihn niemand mehr!
Viel Aufwand und Kosten für umsonst!

Das muss nicht so sein. Ein sorgfältig gefülltes Krankenhausinformationssystem liefert auf Knopfdruck ca 70 % des Arztbriefes. Ergänzt werden müssen noch die ärztlichen Empfehlungen (können als Textbausteine eingebunden werden) sowie die empfohlenen Therapiemaßnahmen. Diagnosen, Labore, EKG-Ergebnisse, Anamnese, OP-Ergebnis: all das kann doch bereits elektronisch vorliegen und eingebunden werden.
Somit müßte es aus meiner Sicht möglich sein, den Entlassbrief am Tag der Entlassung dem Hausarzt zu übermitteln.

Damit erschlagen Sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:
1. geringe Personalzeitenbindung
2. hohe Bindung an Einweiser
3. geringer administrativer Aufwand
4. hohe Synergie der im KIS enthaltenen Daten
5. hohe KIS-Akzeptanz mit hoher Datenqualität

Möchten auch Sie Ihre Abläufe in der Arztbriefschreibung optimieren und mit schnellen Entlassbriefen um die Gunst Ihrer Einweiser werben?

Dann sprechen Sie uns an…Wir unterstützen Sie gerne.

Supercomputer ersetzt das Wissen der Ärzte?

Die Fa. IBM hat ihren Superhirn-Computer WATSON nun auch für den Einsatz im Krankenhaus fit gemacht
Die amerikanische Krankenversicherung WellPoint gab gegenüber dem Wall Street Journal an, dass Watson Ärzte bei der Diagnose unterstützen soll und in der Suche nach Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen wird.
Watson kann innerhalb von 3 Sekunden 200 Millionen Seiten Inhalt verarbeiten, in dieser Zeit hat der Arzt gerade mal seinen Taschenpschyrembel aus der Kitteltasche gezogen.
Die Krankenversicherung erhofft sich Einsparungen und eine Verbesserung der Diagnostik durch den IBM Computer.
IBM hingegen erhofft sich MilliardenUmsätze.

Hat ein Computer, der nach Angaben der Patienten und Einspeisung von Untersuchungsergebnissen eigenständig Diagnosen erstellt in Deutschland eine Chance?
Kann dieser Computer die Antwort auf den akuten Ärztemangel sein?

Eine spannende Frage, die ich derzeit mit NEIN beantworten würde. Weder bei Ärzten noch bei Patienten scheint mit die Akzeptanz für ein neues Medium vorhanden zu sein.
Aber ausprobieren würde ich den Watson Computer von IBM doch mal sehr gerne 🙂

Krankenkassen melden Milliarden-Überschuß

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Halbjahr 2,4 Milliarden Euro Überschuss erwirtschaftet. Grund seien vor allem die stark gesunkenen Ausgaben für Arzneimittel, deren Hersteller seit August 2010 einen Preisabschlag von 16 Prozent hinnehmen müssen. Die Ausgaben für die ambulante Versorgung und im Krankenhaus zogen in den ersten sechs Monaten weiter an.

2,4 Milliarden Euro Überschuß?
Das klingt für Krankenhausohren, die mit effektiven jährlichen Budgetkürzungen leben müssen, so unverhältnismäßig viel.
Und dennoch gehe ich davon aus, dass zum Jahresende wieder Verluste gemeldet werden, um alle Forderungen nach Beitragskürzungen im Keime zu ersticken.

Krankenhausessen: so schlecht wie sein Ruf?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung findet JA und hat umfangreiche Qualitätsstandards für das Essen in Krankenhäusern entwickelt.

Aber nicht nur das Essen soll ausgewogener und abwechslungsreicher werden, auch der Service bei der Essensverteilung soll verbessert werden und die Kommunikation mit dem Patienten aufgenommen werden.

Ein Krankenhaus, das sich nach den Qualitätsstandards richtet, darf ein Zertifikat “Station Ernährung” führen.

Ich bin sehr gespannt auf die Entgegnung der DKG oder der Krankenhausköche Deutschlands!

Geschickt werben als Krankenhaus

Ich lese gerade von der Teddy-Sprechstunde eines Krankenhauses und finde die Idee wunderbar.
Denn die Frage steht ja immer im Raum: wie werbe ich als Krankenhaus?
Wie mache ich mein medizinisches Leistungsspektrum bekannt?
Wie spreche ich die potentiellen Patienten und einweisenden Ärzte emotional an?

Viele Häuser bieten bereits Tage der offenen Tür an, bei denen Patienten bis in den OP-Saal hinein alles inspizieren dürfen und vieles erklärt und vorgeführt wird.

Ein süddeutsches Krankenhaus geht aber noch weiter und spricht gezielt eine ganz junge Zielgruppe an, um die Ängste vor Ärzten und Krankenhäusern zu nehmen und um sich natürlich auch als kindgerecht und verständnisvoll zu präsentieren: nämlich mit der Teddy-Sprechstunde.
An einem Tag dürfen Kinder (am besten wirbt man dafür in der regionalen Presse und schreibt Kindergärten und Grundschulen an) mit ihren kranken Kuscheltieren zur Sprechstunde kommen.
Der Teddy wird verarztet, der Giraffenhals geschient, der Kuschelhund wird operiert und dem Kuschelkissen werden GummibärchenTabletten verschrieben. Ganz ernsthaft und mit kindgerechten medizinischen Erklärungen behandeln die Ärzte ihre neuen Kuschelpatienten.
Die Kinder sind begeistert, die Eltern ebenfalls und die Mundpropaganda einer solchen Aktion wird sicherlich riesig sein.

Emotionen und medizinische Fachkenntnisse in einer Werbeaktion paaren: das erscheint mir sehr erfolgversprechend und unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten absolut rentabel.

Pflegesonderprogramm: zweiter Bericht veröffentlicht

Der zweite Bericht zum Pflegesonderprogramm ist nun veröffentlicht und weist aus, dass mehr als 1000 Krankenhäuser die Fördermöglichkeiten des Pflegesonderprogramms nutzen.
Laut Angaben des GKV-Spitzenverbandes wurden 5.400 neue Pflegestellen geschaffen oder Teilzeitstellen aufgestockt.
Nach Ablauf des 3-jährigen Förderprogramms sollen die Personalmehrkosten in die Landesbasisfallwerte eingerechnet werden.

Das wäre ja schön….

Interne Wirtschaftlichkeitsanalysen: KIS Daten verstärkt nutzen

Mitarbeiter eines Krankenhauses erfassen tagtäglich tausende von Daten im KIS.
Vordergründig handelt es sich dabei auch um viele unsinnig anmutende Daten, die erst durch geschickte Kombination mit anderen Informationen in einer plausible Auswertung münden.
Findet jedoch keine Auswertung statt, so entsteht ein riesiger Datenfriedhof, der Performencekapazitäten frißt, teure Speicheraufstockungen verlangt und viele Dateneingaben absurd erscheinen läßt.
Der Mitarbeiter fragt sich aus meiner Sicht zu recht, warum er wieder und wieder kennzeichnen soll, ob die OP im Normaldienst oder in der Bereitschaft stattgefunden hat, wenn daraus weder Veränderungen der OP-Planung noch des Personalschlüssels abgeleitet werden?
Die Folge sind demotivierte Mitarbeiter und unkritisch erfaßte Daten.

Aus dieser Datenmenge sind jedoch leicht Personalbindungszeiten und OP-Saalauslastungen zu analysieren.
Aus anderen Daten können Verbräuche je DRG und Operateur oder angeforderte Cts je Chefarzt oder beauftragte Tumormarker je Patient im Laborprofil abgefragt werden. Kostentreiber in diesen Bereichen sind leicht zu erkennen und das Krankenhaus hat die Chance, gezielt einzelne Kostentreiber ansprechen statt mit der Gießkannenmethode allgemeine Kürzungen bekannt geben zu müssen.
Die Akzeptanz des KIS steigt, die Sinnhaftigkeit der Datenerfassung wird erkannt und als Nebeneffekt steigt die Datenqualität.

Als selbstverständlich setze ich voraus, dass ein KIS die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsstatistiken liefert, die jedoch ausschließlich auf abrechenbare Leistungen referenzieren.
Eine interne Wirtschaftlichkeitsanalyse muss weiter führen und interne Leistungen mit extern erzielbaren Erlösen vergleichen, Kosten mit Nutzen abwägen und sich nicht von gesetzlichen Anforderungen alleine leiten lassen.

Derzeit schlafen leider in vielen Krankenhäusern die KIS-Daten den gerechten Schlaf der Sorglosen: wecken Sie sie auf und ziehen Sie daraus positive und chancenreiche Schlüsse!

Sprechen Sie uns an…Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

Bessere Arbeitsbedingungen für die Pflege

Bessere Arbeitsbedingungen für das PflegePersonal fordert die Gewerkschaft ver.di. Verstöße gegen das Arbeitsschutzgesetz, gegen Dienstpläne und Arbeitsverträge – die Gewerkschaft erhebt Vorwürfe gegen Klinikbetreiber im Land. Mit der Forderung “Der Druck muss raus” haben Vertreter von ver.di gestern im Schweriner Schloss “bessere Arbeitsbedingungen im Krankenhaus” angemahnt. Anlass für den öffentlichen Paukenschlag in der Landespressekonferenz ist ein zunehmender Druck auf das medizinische Personal, so Diana Markiwitz vom Fachbereich besondere Dienstleistungen bei ver.di Schwerin. Sie spricht von “einem Mangel, der sich durch alle Bereiche zieht und sich immens gesteigert hat”. Grundproblem: Zu viel Arbeit auf zu wenigen Schultern. Und: “Je größer das Krankenhaus, desto schlimmer”, betont sie.
QUELLE: Nordkurier.de